Nachwachsende Rohstoffalternativen für eine klimaneutrale Bioökonomie

Sekundäre Pflanzenstoffe statt Öl: In der Pilotextraktionsanlage der BFH extrahieren wir Biomasse und erzeugen nachhaltige Rohstoff-Alternativen für eine Vielzahl von Anwendungen für eine nachhaltige Bioökonomie.

In den letzten Jahren hat das Institut für Werkstoffe und Holztechnologie IWH der Berner Fachhochschule BFH Verfahren entwickelt, um aus Biomasse (z.B. Fichtenrinde) Inhaltsstoffe zu extrahieren. Diese Extrakte können in verschiedenen Anwendungen erdölbasierte Stoffe ersetzen. In Biel steht eine Pilotextraktionsanlage, die gemeinsam mit dem Wirtschaftspartner Schilliger Holz AG die Überführung in die industrielle Umsetzung vorbereitet.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. So können z.B. aus heimischen Holzrinden emissionsarme Klebstoffe für den Holzwerkstoffbereich, Harzsysteme mit sehr hohem Brandwiderstand oder durch die hohe Bioaktivität auch Zusatzstoffe im Tierfutterbereich entstehen. Dies ermöglicht den Aufbau einer neuen nachhaltigen Wertschöpfungskette für Schweizer Holz.

Einzigartige Infrastruktur
Mit der Pilotextraktionsanlage ist in Biel eine national und international einzigartige Anlageninfrastruktur entstanden, zur Verarbeitung von Biomasse zu stofflich nutzbaren Produkten. Im eigenen analytischen Labor führt das Institut für Werkstoffe und Holztechnologie IWH eine chemische Charakterisierung der gewonnenen Pflanzenstoffe durch und kann so Aussagen zu Zusammensetzung, Anwendungseigenschaften und zum Lagerverhalten der gewonnenen Produkte treffen. Durch die Bündelung dieser Kompetenzen können in Zukunft neue Anwendungen für pflanzliche Inhaltsstoffe erschlossen werden.

Nachhaltige Produkte im Sinne einer Schweizer Bioökonomie
Gemeinsam mit Wirtschaftspartnern entwickeln die Forschenden der BFH marktfähige und nachhaltige Produkte im Sinne einer Schweizer Bioökonomie, in der nachwachsende Rohstoffe an die Stelle fossiler Ressourcen treten. Die gewonnenen Pflanzenstoffe ermöglichen nicht nur den Ersatz ölbasierter Komponenten in den Formulierungen, sondern bieten durch einen konsequent verfolgten Eco-Design-Ansatz die Chance auf eine weitgehende Reduktion des ökologischen Fussabdrucks der Produkte.

Weitere Informationen

Die Berner Fachhochschule engagiert sich auch mit vielen weiteren Projekten für unsere Umwelt. Hier mehr lesen.

Gemeinsam mit der Berner Fachhochschule

X
X
X